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Die Zahl der Ausstellbetriebe und der FachbesucherInnen stabilisieren sich auf hohem Niveau, trotz „regionaler“ Zweigmessen auf fast allen Kontinenten und neuen Messe- und Veranstaltungsformaten des deutschen Biofachhandels. Dem grossen deutschen Bioboom folgt ein kontinuierliches Wachstum, angesichts der Krisenzeiten schon eine Leistung. Wichtig: An der Biofach 2010 wurden die richtigen Zukunftsfragen gestellt – und teilweise auch effektive Antworten gefunden. von Peter Jossi Die Biofach 2010 bleibt als gereifte Weltleitmesse der globalen in der Dachorganisation IFOAM (www.ifoam.org) organisierten Biobewegung in Erinnerung. Das globale Bionetzwerk steht seit 2009 unter der Koordination des ehemaligen Bio Suisse-Geschäftsleiters Markus Arbenz (Executive Director). Schweizer Bio Know How ist mit FiBL-Institutsleiter Urs Niggli auch auf Vorstandsebene (Board) gut vertreten. Bio mit Zusatznutzen: Integration aller Qualitätsebenen Bio-Aquakultur und Wildfang: Standardvielfalt im Karpfenteich Beim nachhaltigen Wildfang ist ein gesetzlicher Basisstandard aus rechtlichen wie technischen Gründen wesentlich schwieriger zu setzen. Entsprechend vielfältig und unübersichtlich zeigt sich den auch der Blick auf den Standardkarpfenteich: Die unklar definierte - oder kaum vorhandene - Gewaltentrennung zwischen Umwelt-, KonsumentInnen- und Tierschutzorganisationen, Labelverbänden, Vollzugsorganen sowie Ratingagenturen erinnert stark an die Situation der Biobranche vor 10 - 15 Jahren. Zertifizierungsstellen gegen Labelorganisationen? Sehr verständlich daher, dass sie ihre Angebote bezüglich Klimaneutralität, Fair Trade, Regionalvermarktung, dem zertifizierten Biofachhandel oder die für die neuen Herausforderungen im Bereich Aquakultur/ Fischfang marktoffensiv und selbstbewusst anpreisen. Teilweise erhalten diese Zertifizierungsstandards – ob als gezielte Positionierung oder als willkommener Kollateralnutzen willkommen – eine eigentliche Labelbedeutung, was bei den traditionellen Labelorganisationen selbstverständlich nicht gerade grosse Freude auslöst. Die Organisationen des Fair Trade-Markt sehen sich zudem mit der Frage konfrontiert, weshalb es heute noch eigenständige Zertifizierungssysteme braucht. Angesichts der Zielsetzung „organic and fair“ durchaus eine sinnvolle Frage. Bio auf der ganzen Linie Die gleiche Entwicklung ist bei den Biotextilien zu beobachten. Gerade in diesem Markt haben die „Bioniere“ gute Chancen weiterhin eine wichtige Rolle zu spielen. Mit der steigenden Nachfrage wächst auch der Anreiz zu Missbräuchen. Dadurch gewinnen über die Jahre aufgebaute Kenntnisse der Anbau-, Verarbeitungs- und Vermarktungswege stark Bedeutung. Wer über dieses Know How verfügt steht heute gut da. Was ist Ihre Bilanz zur Biofach 2010? Haben Sie Fragen und Kommentare zur bionetz.ch-Rückblick? Haben Sie gute Fotos, Informationen und Hinweise?
Kontakt: Peter Jossi – pjossi@bionetz.ch
Links zum Biofach/ Vivaness-Rückblick: http://www.biofach.de/de/default.ashx http://www.vivaness.de/en/default.ashx Gewinner des Bio-Weinpreises MUNDUSvini BioFach Eröffnungsrede Katherine DiMatteo (IFOAM) Abschlussmeldung: http://www.biofach.de/de/presse/presseinformationen Schweizer Auftritte Swisspavillon – Schweizer Auftritt der Osec Weitere Schweizer Auftritte an der BioFach 2010 Copyright: Peter Jossi, bionetz.ch
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